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Konflikte zwischen Geschwistern

Geschwister Streit

"Papa, Tom lässt mich nicht mitspielen!"
"Warum darf meine Schwester bis acht Uhr draussen bleiben und ich nicht?"
"Immer muss ich alles alleine aufräumen - Lilly hilft mir einfach nicht!"
"Andreas hat mich geschlagen!"

Streit, Eifersüchteleien, Neid, manchmal sogar offene Aggression: Das Verhältnis zwischen Geschwistern ist häufig geprägt von Spannungen. Natürlich gibt es auch Brüder und Schwestern, die ein Herz und eine Seele sind - das ist jedoch eher die Ausnahme als die Regel. Du als Vater fragst Dich sicherlich häufig, warum sich Deine Kinder untereinander manchmal derart heftig bekriegen. Schliesslich bemühst Du Dich, Deine Kinder fair zu behandeln und keines dem anderen vorzuziehen. Aber gerade, wenn es um Rechte und Pflichten innerhalb der Familie geht ist eine Gleichbehandlung von Kindern weder sinnvoll noch möglich, denn fast erwachsene Teenager fordern und erhalten selbstverständlich mehr Freiheiten als Vorschulkinder. Aber wie kannst Du dies Deinen Kindern verständlich vermitteln und deeskalierend wirken, wenn es zu Konflikten kommt?

Schnell sind die Rollen unter Geschwistern festgelegt

Du als Vater kannst nicht verstehen, warum Deine Kinder immer wieder Konflikte austragen. Sie stehen schliesslich nicht in Konkurrenz zueinander, bekommen die gleiche Aufmerksamkeit von Dir und niemand wird bevorzugt. Doch auch, wenn Du Dir ganz sicher bist keine Unterschiede zu machen, wenn es um Zuneigung geht: Die subjektiven Empfindungen Deiner Kinder können ganz anders sein. Doch wenn es unter Geschwistern zu Streitigkeiten kommt, kann dass auch ganz andere Gründe haben. Manchmal fehlt es in kleinen Wohnungen an Rückzugsraum, oder aber eines Deiner Kinder fühlt sich von seinem Bruder oder seiner Schwester bevormundet. Manchmal ist es auch so, dass innerhalb einer Familie jedes Kind eine bestimme Rolle zugewiesen bekommen hat, von der es sich nun nicht mehr lösen kann oder will. Beispiel: Wenn eines Deiner Kinder gute Noten schreibt, stets freundlich und ausgeglichen ist und einen freundlichen Charakter hat, wird es von seinen Eltern und sehr wahrscheinlich auch von Lehrern, Grosseltern und Freunden viel Lob ernten. Der Bruder oder die Schwester, der oder die launisch ist, Hausaufgaben wenig abgewinnen kann, generell als "schwierig" gilt und im Alltag häufig aneckt, wird hingegen oft kritisiert.

Nicht allen das Gleiche, sondern jedem das Seine

Da ist es fast logisch, dass dieses Kind sich benachteiligt fühlt und negative Gefühle gegen den vermeintlich unfehlbaren Bruder oder die allseits beliebte Schwester entwickelt. Jedes Kind ist anders und je älter es wird, desto mehr festigen sich bestimmte Charaktereigenschaften. Für Dich als Vater ist es wichtig, dass Du eben nicht versuchst Deine Kinder gleich zu behandeln. Du hast richtig gehört: Besser ist es, die Einzigartigkeit im Hinblick auf Charakter, Aussehen oder Interessen bei jedem Deiner Kinder wahrzunehmen und wertzuschätzen. Ausserdem kannst Du versuchen so oft wie möglich mit jedem Deiner Kinder Zeit zu Zweit zu verbringen. So fühlt sich niemand vernachlässigt und Eifersucht spielt nicht mehr so eine grosse Rolle in der Beziehung Deiner Kinder untereinander.

Tipp: Rückzugsräume schaffen und Regeln begründen

Kinder unterschiedlichen Alters geraten häufig in Streit, weil der eine Privilegien geniesst, für die der andere noch zu jung ist. Wichtig ist, dass Du Dir als Vater Zeit nimmst zu begründen, warum Deine Zwölfjährige um 20 Uhr zu Hause sein muss während ihre vier Jahre älter Schwester noch länger bei ihren Freunden bleiben darf. Und: Wenn es irgendwie möglich ist, sollten Geschwister jeweils ein eigenes Zimmer beziehen oder zumindest abgetrennte Spiel- bzw. Schlafbereiche bekommen. Eine räumliche Trennung reduziert Konfliktanlässe zwischen Geschwistern.

Bildquelle: brankin62 / pixabay.com

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