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Die gesunde Zurückhaltung

Zurueckhaltung Kinder

Kinder haben ein von der Natur gegebenes soziales Verhalten. Trotzdem gibt es Kinder, die auf Unbekanntes oder fremde Menschen schüchtern reagieren. Dieses Verhalten ist aber für die Eltern kein Grund zur Sorge, denn diese gesunde Zurückhaltung hat durchaus einige positive Ansätze.

Nicht nur bei den Erwachsenen gibt es enorme Unterschiede jeder einzelnen Persönlichkeit. Auch bei den kleinsten Erdenbewohnern sind die Unterschiede im Verhalten und Wesen sehr gross. Diese Unterschiede der Reaktionen von Vertrauten und Fremden wurden von Studien an Säuglingen bestätigt. Diese Reaktionen reichen von lautem Weinen bis hin zu einem neugierigen Strahlen.

Schüchtern sein kann viele Gründe haben

Schüchternheit ist ein Merkmal der Persönlichkeit und hat in keinster Weise etwas mit dem bekannten „Fremdeln“ zu tun. Obwohl die Reaktion und das Verhalten der Kleinen im schüchternen Verhalten und der fremdelnden Phase grosse Ähnlichkeiten aufweisen.

Schüchternheit hat andere Ursachen

  • Einige Kinder lernen das zurückhaltende Verhalten aufgrund schlechter Erfahrungen.
  • Einige Reaktionen von Erwachsenen wirken auf ein Kind einschüchternd und führen in Zukunft zu einer entsprechenden Reaktion.
  • Bei einigen Kindern ist die Schüchternheit ein Zeichen ihres Temperaments.
  • Es kann auch eine Darstellung ihres Wesens sein, das schon vor der Geburt festgelegt wird.

Durch dieses vorprogrammierte Verhalten und die Reaktion auf Erfahrungen in ihrem noch jungen Leben haben die Kinder bei jedem Fremden auf eine gewisse Art einen Konflikt zu lösen. Sie möchten gerne mit unbekannten Menschen Kontakt aufnehmen, können dies aber durch fehlenden Mut nicht.

Das bedeutet aber nicht, dass ein Kind automatisch einen Nachteil in seiner sozialen Kompetenz hat. Sobald zu dem fremden Mensch nur ein wenig Vertrauen aufgebaut worden ist, leben die Kinder auf und finden sehr schnell den Kontakt. Sie beginnen, sich in der Anwesenheit dieser Person in kurzer Zeit wohl zu fühlen. Ab diesem Zeitpunkt ist kein Unterschied zwischen einem schüchternen oder neugierigen Kind mehr zu erkennen.

Schüchternes Verhalten hat keine Nachteile

Das Münchner Max-Planck-Institut hat in einer Langzeitstudie die Entwicklung von Kindern ab dem dritten Lebensjahr bis zur Pubertät beobachtet und festgestellt, dass schüchterne Kinder genauso wie die neugierigen und mutigen Kinder im Erwachsenenalter viele Erfolge erzielen können.

Wenn die Eltern ihrem schüchternen Kind ein mutigeres Verhalten abverlangen wollen, sollte dies nicht durch Massregelung erfolgen. Sätze wie „Geh doch mal zur lieben Tante“, „Sei doch nicht so schüchtern“ oder „Nimm, was der Onkel dir geben will“ helfen dem Kind ganz und gar nicht. Eher das Gegenteil ist der Fall: Es verstärkt sein zurückhaltendes Verhalten.

Die Eltern sollten die Schüchternheit ihres Kindes unauffällig und gelassen angehen. Dem Kind auf Biegen und Brechen ein anderes Verhalten in dieser für das Kind schwierigen Situation abzuverlangen ist bestimmt nicht förderlich. Sie sollten dieses Thema eher langsam und in kleinen Schritten angehen, indem Sie zum Beispiel immer wieder Bekannte und Verwandte einladen, am besten mit eigenen Kindern. So lernt das Kind die Situation des „Kennenlernens“ und weiss bald, wie es damit umgehen kann.

Die besondere Art der Kindersicherung

Ein schüchternes Kind hat durch sein Verhalten einige Vorteile: Durch seine Vorsicht gerät es seltener in gefährliche Situationen und verletzt sich seltener als ein Kind mit einem draufgängerischen Wesen. Somit ist Schüchternheit auch eine Art von Schutzmechanismus für das Kind.

Dieses schüchterne Verhalten muss aber nicht zwangsläufig bis zum Erwachsenenalter anhalten. In der Kindheit gibt es so einige Entwicklungsstufen, welche einen direkten Einfluss auf Wesen und Verhalten des Kindes haben. Der Charakter eines Kindes wird frühestens ab dem 24. Lebensmonat nachhaltig geformt, weshalb man erst nach diesen zwei Jahren die ersten Anzeichen auf den späteren Charakter erkennen kann.

Keine Sorgen und geniesse das Verhalten

Als engagierte Eltern müsst Ihr euch keine Sorgen machen. Du kannst beruhigt das schüchterne Verhalten deines Kindes geniessen, denn dein Kind wird noch schnell genug den Radius seiner Umwelt erweitern und die Bindung zu dir und der Mutter dabei immer mehr lösen.

Bildquelle: Ben_Kerckx / pixabay.com

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