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Ab wann beginnt Erziehung?

Baby Erziehung

Kann man ein Baby bereits erziehen? Du als Vater fragst Dich möglicherweise genau wie Deine Partnerin, ab wann Erziehung im Alltag möglich und sinnvoll ist. Einen Säugling erziehen zu wollen macht doch keinen Sinn, oder? Aber wann ist der richtige Zeitpunkt gekommen Deinem Kind durch Erziehung den richtigen Weg zu ebnen? Schliesslich sprechen Pädagogen doch immer von den so bedeutenden "Zeitfenstern" und Du möchtest verständlicherweise nicht den richtigen Zeitpunkt verpassen mit der Erziehung zu starten.

Erziehung in der Familie erfolgt meist unbewusst

In jeder Familie kommt irgendwann die Frage auf, wann es Zeit ist ein Kind zu erziehen. Dabei geht es aber in der Regel um bewusste, gelenkte Erziehung und um das Erlernen bestimmter Fertigkeiten sowie Normen und Werte. Für Dich als Vater ist es vielleicht wichtig, Dein Kind zu einem selbstbewussten und eigenständigen Menschen zu erziehen, der seinen eigenen Weg in der Gesellschaft sucht und findet. Die Regeln des sozialen Miteinanders versteht ein Säugling natürlich noch nicht. Wie ein Kind erzogen wird, hängt also davon ab, was Du als Vater vermitteln möchtest, aber auch vom Alter und Entwicklungsstand eines Kindes.

Aber du erziehst Dein Kind auch unbewusst - unabhängig davon, wie alt es ist. Wenn Du im Alltag mit Deinem Baby sprichst, sucht es Blickkontakt und reagiert vielleicht mit einem Lächeln. Irgendwann bildet es erste Laute und lernt, sich immer besser auszudrücken. Im Alltag findet also innerhalb der Familie rund um die Uhr Erziehung statt - im genannten Beispiel Spracherziehung. Du als Vater bist in jeder Beziehung ein Vorbild für Dein Kind, es orientiert sich an Dir und an Dem, was Du tust und sagst. Erziehung beginnt also ganz automatisch sobald Dein Baby das Licht der Welt erblickt.

Kein Kleinkind lernt durch "Erziehung" schneller laufen

Erziehung muss also nicht immer bewusst geschehen. Daher ist es aber umso wichtiger, dass Du Dir Deiner Rolle als Vorbild für Dein Kind bewusst bist. Dein Baby beobachtet Dich genau und versucht, Dein Verhalten nachzuahmen.

Was sich durch Erziehung nicht beeinflussen lässt, ist die motorische Entwicklung. Es macht wenig Sinn, das Laufen mit Deinem Baby zu "trainieren". Wann ein Kleinkind krabbeln, gehen und laufen lernt, kannst Du als Vater nicht beeinflussen. Das kann auch Vorteile haben, denn es nimmt Eltern den Druck. Wenn Dich demnächst jemand fragt, warum Dein kleiner Junge oder Dein kleines Mädchen noch nicht laufen kann, kannst Du mit einem Achselzucken antworten: "Das kann ich nicht beeinflussen, das liegt an den Genen".

Tipp: Väter sind auch nur Menschen

Das Erziehen in der Familie sollte also weder über- noch unterschätzt werden. Du als Vater erziehst unbewusst, wann immer Du mit Deinem Kind Kontakt hast. Aber keine Sorge: Wie sich Dein Kind entwickeln wird, hängt noch von vielen weiteren Faktoren ab. Die Persönlichkeit eines Menschen lässt sich durch Erziehung nur bedingt beeinflussen, denn viele Charaktereigenschaften sind tatsächlich genetisch bedingt. Du solltest Dich also Durch Deine Vorbildfunktion nicht unter Druck setzen lassen: Du bist kein Roboter und musst Dich vor Deinem Kind nicht verstellen. Wichtig ist, authentisch zu sein und hin und wieder das eigene Handeln kritisch zu hinterfragen.

Bildquelle: marrie / pixabay.com

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