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Sozialverhalten fördern

Sozial Kinder

"Ihr Sohn ärgert andere Kinder - sein Sozialverhalten lässt stark zu wünschen übrig."
Spätestens wenn Du als Vater diesen Satz vom Lehrer Deines Sprösslings hörst, besteht dringender Handlungsbedarf. Du willst schliesslich nicht, dass Dein Kind sich zu einem brutalen Schläger entwickelt. Doch keine Bange: Nur weil es gerade Probleme gibt, bedeutet dass nicht gleich, dass Du im Hinblick auf die Erziehung versagt hättest. Ähnliche Situationen gibt es in fast jeder Familie.

Hinter aggressivem Verhalten steckt oft mehr, als es auf den ersten Blick aussieht. Daher gilt es, genauer hinzuschauen und herauszufinden, weshalb Dein Kind Auffälligkeiten in seinem Sozialverhalten zeigt.

Das Sozialverhalten von Jungen und Mädchen unterscheidet sich

Raufen, schlagen, treten: Jungen zeigen Aggression und Ärger ganz anders als Mädchen. Das heisst aber nicht, dass Mädchen immer ein besseres Sozialverhalten an den Tag legen als ihre Klassenkameraden. Sie ärgern nur subtiler, weniger durch körperliche, als durch verbale Gewalt oder soziale Erpressung: "Wenn du nicht tust, was ich dir sage, bin ich nicht mehr deine Freundin."

Eine liebevolle, aber konsequente Erziehung und ein gutes Miteinander innerhalb der Familie trägt entscheidend dazu bei, dass Kinder sich zu sozialen Persönlichkeiten entwickeln. Wenn sie mit Geschwistern aufwachsen, haben sie natürlich bessere Möglichkeiten soziales Verhalten zu lernen. Das bedeutet jedoch nicht, dass Einzelkinder sich automatisch zu kleinen Egoisten entwickeln. Wichtig ist, dass Du als Vater Deinem Kind ein gutes Vorbild in Sachen Sozialverhalten bist. Achte darauf, wie Du vor Deinem Kind über andere sprichst und verhalte dich höflich. Wenn Du möchtest, dass Dein Sohn oder Deine Tochter "Bitte" und "Danke" sagst, solltest du dies selbstverständlich auch selber tun.

Wichtig: Schon Kleinkinder brauchen Kontakte zu Gleichaltrigen, um soziales Verhalten zu lernen. Du kannst als Vater nicht verlangen, dass Dein Kind sich in eine Gemeinschaft von anderen Kindern einfügt, wenn es seit seiner Geburt nur Erwachsene um sich hatte, die ihm womöglich auch noch jeden Wunsch von den Augen ablesen.

Viele Probleme im Hinblick auf das Sozialverhalten lassen sich in der Familie lösen

Doch auch, wenn Du bei Deinem Kind von Anfang an in der Erziehung viel Wert auf ein gutes Sozialverhalten innerhalb und ausserhalb der Familie legst, kann es wie bei dem obigen Beispiel irgendwann zu Problemen kommen. Dann hilft unter Umständen ein klärendes Vater-Sohn-Gespräch. Versuche herauszufinden, warum Dein Kind in Schule oder Kindergarten Ärger mit anderen Kindern hat. Vielleicht handelt es sich um einen Konflikt, der schon länger andauert oder Dein Kind fühlte sich von den anderen provoziert. In diesen Fällen solltest Du als Vater das Missverständnis klar stellen und Dein Kind schützen. Davon abgesehen kannst Du Dein Kind darauf hinweisen, dass es sich besser Hilfe bei Lehren oder Erziehern holen soll, bevor die Situation eskaliert.

Tipp: Schon Kindergartenkinder wissen: "Was du nicht willst, was man dir tu', das füg' auch keinem anderen zu!"

Bespreche mit Deinem Sohn oder Deiner Tochter, dass man auf Dauer nur dazu gehört, wenn man Kompromisse eingeht und die eigenen Bedürfnisse auch einmal zurückstellt. Bei Kindergarten- und Grundschulkindern kannst Du thematisch passende Bilderbücher nutzen, um Gesprächsanlässe zu schaffen. Grundsätzlich hilft es, wenn Du Deinem Kind Klar machst, dass es mit allen Sorgen zu dir kommen kann und dass in der Familie eine Lösung für jedes Problem gefunden werden kann.

Bildquelle: S. Hofschlaeger / pixelio.de

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