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Warum Grosseltern so wichtig sind

Grosseltern sind wichtig

"Papa, wann fahren wir mal wieder zu Oma und Opa?"
Grosseltern nehmen im Leben vieler Kinder eine wichtige Stellung ein. Sie wissen und können oft Dinge, zu denen Du als Vater keinen Bezug hast. Das hat nichts mit Intelligenz zu tun, sondern mit Lebenserfahrung. Von der profitieren nachfolgende Generationen. Ein einfaches Beispiel: Viele Omas sind im hauswirtschaftlichen Bereich besonders bewandert, sie können häkeln, stricken, Marmelade einkochen und ganz besonders tolle Kuchen backen.

Grossväter hingegen lieben es, mit ihren Enkeln Holzfiguren zu schnitzen, wandern zu gehen oder ihnen von ihrer eigenen Kindheit zu erzählen. Natürlich treffen diese Interessen und Fähigkeiten nicht auf alle älteren Leute zu, aber ein Kind schätzt es, wenn es bei Oma und Opa anders zugeht als zu Hause und im Alltag. Dabei vergleicht es die Grosseltern nicht mit Mama und Papa, Konkurrenz im Hinblick auf die Zuneigung Deiner Kinder musst Du als Vater also in der Regel nicht fürchten.

Grosseltern hatten früher eine andere Stellung innerhalb der Familie

Die klassische Familie besteht heute aus Eltern und Kind bzw. aus Mutter oder Vater und Kind, weil immer mehr Eltern alleinerziehend sind. Wenn Kontakt zu den Grosseltern besteht, so leben diese oft weiter entfernt. Früher war das anders, häufig lebten alle drei Generationen unter einem Dach, die Kinder hatten im Alltag viel Kontakt zu Oma und Opa. Das führte unweigerlich dazu, dass diese auch in der Betreuung und Erziehung der Kinder Verantwortung übernahmen. Das war ausdrücklich gewünscht und auch notwendig, beispielsweise weil die Eltern einem Beruf nachgingen und es noch keine staatlichen Betreuungseinrichtungen gab.

Dir als moderner Vater behagt die Vorstellung möglicherweise nicht, Deine Eltern oder Schwiegereltern würden im Leben Deiner Familie eine derartig präsente Stellung einnehmen. Du führst schliesslich Dein eigenes Leben und möchtest nicht, dass sich Deine Eltern in die Erziehung Deiner Kinder einmischen. Es reicht, dass Oma und Opa gerne ungefragt Ratschläge erteilen und Dein Kind grosszügig mit Schokolade und Keksen füttern, wenn Du mit Deiner Familien zu Besuch bist.

Oma und Opa nicht als billige Babysitter missbrauchen

Es gibt aber gute Gründe, warum Du Deinem Kind den Kontakt mit seinen Grosseltern nicht vorenthalten solltest. Es profitiert davon, dass es bei Oma und Opa anders zugeht als zu Hause und erweitert seinen Erfahrungshorizont. Und auch wenn Senioren ihre Enkel gerne verwöhnen, so musst Du nicht fürchten, dass ein paar Süssigkeiten mehr als im normalen Alltag Deine Erziehungserfolge als Vater gefährden oder Deine Autorität infrage stellen. Einmischungen in Dein Familienleben brauchst Du nicht zu tolerieren: Hier helfen klare und offene Worte. Andererseits solltest Du bedenken, dass es für Grosseltern sehr schmerzhaft ist, wenn sie nur kontaktiert werden, weil der Babysitter kurzfristig abgesprungen ist oder Weihnachten vor der Tür steht.

Tipp: Viele ältere Menschen wünschen sich Kontakt zu Familien

Leih-Oma anstatt Babysitter? Von dieser Regelung profitieren Senioren und Kinder gleichermassen. Ältere Menschen ohne eigene Familie freuen sich, wenn sie in ihrer Freizeit auf Kinder aufpassen dürfen. Du als Vater brauchst dafür meist nicht einmal tief in die Tasche greifen: Leih-Omas und Leih-Opas verlangen in der Regel viel weniger Geld für die Kinderbetreuung als ein Babysitter oder eine ausgebildete Tagesmutter. Ausserdem sind sie oft geduldiger und haben mehr Zeit.

Bildquelle: jonmarc / freeimages.com

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