VATERLEBEN.CH
Väter mitten im Leben

Was tun bei einem Schreibaby?

Schreibaby

Lange Nächte mit wenig Schlaf, Verzweiflung, ein schlechtes Gewissen und dann noch dieser ständige Lärm: Schreibabys bringen Eltern an ihre Grenzen. Gerade wenn Du als Vater morgens früh das Haus verlassen musst, um im Job Leistung zu bringen, kannst Du Dir schlaflose Nächte nicht leisten.

Wenn das Geschrei kein Ende nimmt und Du Dir nichts sehnlicher wünschst als ein paar ruhige Stunden, kommt meist sofort das schlechte Gewissen. Du fragst Dich, was Deinem Baby fehlt. Ist es vielleicht krank? Darfst Du als verantwortungsvoller Vater überhaupt genervt sein, wenn Dein Kind schreit? Du möchtest schliesslich, dass es ihm gut geht und fühlst Dich daher natürlich verantwortlich für sein Wohlergehen. Das Schlimmste an der Situation ist, dass Du einfach keine Ursache für das Dauerschreien finden kannst. Selbst wenn es satt und frisch gewickelt in seinem Bettchen liegt und der Arzt einen Krankheit ausschliessen kann, hört Dein Babys nicht auf zu weinen.

Bis zu einem Drittel der Säuglinge unter drei Monaten schreit übermässig viel und lange

Schreibabys sind eine Belastung für jede Familie. Egal, ob es sich um Dein erstes Kind handelt oder Du bereits mehrfacher Vater bist: Auf diese Art nervlicher Belastung kannst Du Dich nicht vorbereiten. Besonders problematisch ist die Tatsache, dass dass Geschrei scheinbar grundlos erfolgt. Was Du auch tust, Dein Kind lässt sich einfach nicht beruhigen. Schnell schlägt in diesen Momenten Hilflosigkeit und Anspannung in Wut um. Wenn es soweit kommt, meldet sich natürlich fast gleichzeitig Dein schlechtes Gewissen: Wie kannst Du als moderner, liebevoller und verantwortungsvoller Vater nur insgeheim Dein Baby dafür hassen, dass es Dich nicht schlafen lässt?

Die erste gute Nachricht ist: So wie Dir geht es vielen Vätern. 15 bis 30 Prozent (abhängig von der jeweiligen Studie) aller Babys schreien in den ersten drei Lebensmonaten besonders viel und scheinbar grundlos. Etwa acht Prozent der betroffenen Kinder zeigen dieses Verhalten auch nach dem dritten Monat. Obwohl es zahlreiche Erklärungsversuche im Hinblick auf exzessives Schreien im Säuglingsalter gab und gibt, gilt keine Ursache als wissenschaftlich anerkannt.

Ruhe und eine reizarme Umgebung hilft Schreibabys sich zu entspannen

Obwohl sie Ursache für das Dauerschreien bei Säuglingen nach wie vor ungeklärt ist, gibt es mittlerweile einige erfolgsversprechender Therapieansätze, dir vor allem die Eltern in den Fokus stellen. Aggressionen, Überforderung, Erschöpfung, ein schlechtes Gewissen dem eigenen Kind gegenüber: Meist leidet die ganze Familie, wenn das Schreien den Alltag bestimmt. Therapeutische Massnahmen sollen daher vor allem die Eltern entlasten und ihnen Schuldgefühle nehmen. Was konkrete Handlungsmöglichkeiten angeht, so solltest Du versuchen Reizüberflutungen im Familienalltag zu vermeiden. Auch Übermüdung gilt als eine mögliche Ursache für exzessives Schreien. Daher ist ein geregelter Tagesablauf für die betroffenen Säuglinge und deren Familien besonders wichtig.

Tipp: Gönne Dir Ruhepausen und nimm Hilfe an

Gerade Väter von Schreibabys scheuen sich zuzugeben, wenn sie überfordert sind und Hilfe brauchen. Auch fällt es ihnen schwer, negative Gefühle zuzulassen, denn wenn Frustration und Hilflosigkeit in Wut gegen das eigene Kind umschlägt, reagiert das Umfeld häufig wenig verständnisvoll. Experten empfehlen Eltern, den Raum zu verlassen um zur Ruhe zu kommen, wenn die Situation zu eskalieren droht. Achte ausserdem auf Dich und Deine Gesundheit: Bitte Deine Partnerin, Deine Eltern oder Freunde, zeitweise die Betreuung Deines Babys zu übernehmen, damit Du Dich erholen kannst, wenn die Nächte kurz sind und Dein Arbeitstag lang.

Bildquelle: Ben_Kerckx / pixabay.com

Submit to DeliciousSubmit to DiggSubmit to FacebookSubmit to Google PlusSubmit to StumbleuponSubmit to TechnoratiSubmit to TwitterSubmit to LinkedIn
VATERLEBEN.CH
Väter mitten im Leben

Google vaterlebenFB vaterlebenTwitter vaterlebenRSS vaterlebenMail vaterleben

Hinweis: Unsere Webseite nutzt Cookies um Ihnen einen besseren Service zu bieten. Wenn Sie fortfahren, nehmen wir an, dass wir Ihre Erlaubnis haben Cookies zu setzen. Informationen zum Einsatz von Cookies sowie unsere Datenschutzbestimmungen finden Sie in unserer Datenschutzerklärung und über unser Impressum.     Mehr Informationen    Einverstanden