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Digitale Medien und der Familienalltag

Vater Smartphone

Vielleicht kennst Du folgende Situation: Du besuchst spontan eine befreundete Familie. Jeder, also Vater, Mutter und Kinder, ist beschäftigt, als Du die Wohnung betrittst: Mama telefoniert, der Sohn starrt wie paralysiert auf den Fernsehbildschirm oder malträtiert seine PC-Tastatur und die Tochter nutzt das Familien-Tablet, um nicht zu verpassen was sich gerade in den sozialen Netzwerken tut.

Angeregte Gespräche innerhalb der Familie? Fehlanzeige. Selbst während der Mahlzeiten spielt im Alltag die Nutzung von Medien mittlerweile eine grössere Rolle als das gemütliche Beisammensein. Digitale Medien nehmen in Familien insgesamt einen grossen Stellenwert ein. Dabei sind gerade Kinder häufig überfordert, wenn es darum geht diese verantwortungsbewusst und dosiert zu nutzen. Auch viele Inhalte sind für Kinder einfach nicht geeignet. Medienkompetenz ist aber nicht angeboren sondern kann nur erlangt werden, wenn Du als Vater gemeinsam mit Deiner Partnerin an einem Strang ziehst und Deinem Kind einen reflektierten Umgang mit Medien vorlebst.

Den eigenen Medienkonsum reflektieren

Digitale Medien, allen voran Smartphone und Fernseher, nehmen in Familien einen immer wichtigeren Stellenwert ein. Gerade Kinder wachsen heute in einer digitalisierten Welt auf, die gar nicht so einfach zu verstehen ist. Du als Vater stehst deshalb in der Verantwortung, denn Du solltest Deinem Kind vermitteln, dass die digitale Welt und die reale Welt nicht das gleiche sind.

Dazu gehört auch, sich als Erwachsender Gedanken über den eigenen Medienkonsum im Alltag zu machen. Vielleicht erwischst Du Dich ja ab und zu, dass Du deiner Familie gar nicht zuhörst, weil Du gerade mit Deinem Smartphone beschäftigt bist. Hilfreich kann es sein, gemeinsam regelmässig medienfreie Zeiten einzuplanen. In diesen Phasen könnt ihr zusammen etwas unternehmen - die Nutzung von Smartphone, Tablet und Konsole ist in dieser Zeit tabu.

Kinder nicht vor dem Fernseher alleine lassen

Je jünger Dein Kind ist, desto mehr Begleitung braucht es, wenn es Medien nutzt. Das bedeutet, dass der Fernseher oder der PC niemals als Babysitter genutzt werden sollten. Selbst wenn eine Sendung in Deinen Augen noch so harmlos und kindgerecht ist, so kann es trotzdem sein, dass Dein Sohn oder Deine Tochter mit den gesehenen Inhalten überfordert ist. Daher solltest Du als Vater immer dabei bleiben, wenn Dein Kind fernsieht oder das Internet nutzt. So kannst Du direkt reagieren, wenn es ängstlich reagiert. Um zu erfahren, ob es das Gesehene verstehen und verarbeiten kann, kannst Du Dich später in Ruhe mit ihm darüber unterhalten.

Wichtig: Auch wenn Dein Kind Dich noch so sehr belagert - es braucht weder einen eigenen Fernseher noch ein Tablet oder Smartphone, wenn es jünger als zwölf Jahre ist. Um für die Schule im Internet zu recherchieren, kann es den Familien-PC benutzen und die Erreichbarkeit garantiert auch ein preiswertes Prepaid-Handy.

Tipp: Immer im Gespräch bleiben und nicht mit Medienentzug strafen

Diskussionen über die Mediennutzung wirst Du im Alltag kaum vermeiden können. Dennoch lohnt es sich, Regeln aufzustellen und diese einzufordern. Eine halbe Stunde Fernsehen oder spielen am PC reicht im Kindergarten- und Primarschulalter völlig aus - Dein Kind soll schliesslich noch Zeit haben' an der frischen Luft zu spielen oder Sport zu treiben. Andererseits bringt es wenig mit Medienentzug zu strafen, wenn es Ärger gibt: So sorgst Du unbewusst dafür, dass Smartphone, Tablet und Co. einen noch höheren Stellenwert erhalten als sie ohnehin schon für Kinder haben.

Bildquelle: Peter Freitag / pixelio.de

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