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Ungewollt Vater werden

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Ungewollt Vater werden

"Schatz, wir bekommen ein Kind."
Dieser Satz kann Freudentränen zur Folge haben - aber auch Fassungslosigkeit und Verzweiflung auslösen. Wenn Du erfährst, dass Du ungewollt Vater wirst, hast Du vielleicht zunächst das Gefühl mit der Situation komplett überfordert zu sein. Eine Familie zu gründen kam für Dich noch gar nicht infrage, Deine Beziehung war nicht gefestigt und Du wolltest Dein Leben geniessen bevor Du dich ernsthaft mit dem Thema Familie auseinanderzusetzen gedachtest. Auch finanziell ist es möglicherweise nicht zum Besten bestellt bei Dir, vielleicht befindest Du Dich noch in der Ausbildung oder Du bist gerade dabei Dich beruflich neu zu orientieren. Kurz: Ein Kind passt nicht in Dein Leben und eine Vaterschaft kommt gerade denkbar ungelegen. Wie soll es jetzt weiter gehen?

Ausgerechnet jetzt ein Kind?

Eine ungewollte Vaterschaft ist eine Herausforderung, die Dir emotional viel abverlangt. Du wirst vermutlich Zeit brauchen, um die Nachricht zu verdauen und um Dir darüber klar werden, was Du nun tun willst. Bedenke aber, dass es Deiner Partnerin ähnlich geht, selbst wenn sie sich eher mit dem Gedanken anfreunden kann ein Kind zu bekommen. Sie wird grosse Angst davor haben, dass Du sie im Stich lässt, auf eine Abtreibung bestehst oder sie für die Situation verantwortlich machst. Und dann ist da ja noch dieser kleine Mensch, der in ihrem Bauch heranwächst und am allerwenigsten für das Dilemma seiner Eltern verantwortlich ist. Bevor Du Entscheidungen triffst oder Dinge sagst, die Dir später leid tun, solltest Du in Ruhe über Deine Situation nachdenken. Wie wichtig ist Dir die Beziehung zu Deiner Partnerin? Hast Du eine Familie, die Dich und die Mutter Deines Kindes nach der Geburt unterstützen kann? Welche Möglichkeiten der finanziellen Absicherung gibt es für Familien mit geringem Einkommen?

In die Vaterrolle kannst Du hineinwachsen, wenn Du Dich darauf einlässt

Falls Du Dir die Vaterschaft grundsätzlich nicht zutraust: Bedenke, dass niemand als Vater oder Mutter geboren wird. Man wächst mit seinen Aufgaben, so heisst es - und da ist durchaus etwas dran. Auch als Familie zusammenzuwachsen ist ein Lernprozess. Wenn Du Dich darauf einlässt, wirst Du sicherlich schon bald nach der Geburt Deines Kindes den ersten Vaterstolz spüren. Lasse Dich jedoch nicht unter Druck setzen oder Dir ein schlechtes Gewissen einreden: Ungeplante Schwangerschaften hat es schliesslich schon immer gegeben und Wunschkinder haben nicht automatisch ein besseres oder leichteres Leben. Höre auf Dein Bauchgefühl und setze Dich ehrlich und kritisch mit Deinen Wünschen und Vorstellungen von Deinem Leben auseinander. Und wenn Du Dir tatsächlich eingestehen musst, dass alles in Dir sich dagegen sträubt, Vater zu werden, dann ist das eben so.

Tipp: Suche so bald wie möglich ein offenes Gespräch und respektiere die Entscheidung Deiner Partnerin

Wenn Du Deine Gedanken und Gefühle ein wenig geordnet hast ist es an der Zeit das Gespräch mit Deiner Partnerin zu suchen und mit ihr gemeinsam zu überlegen, ob es eine Zukunft für euch mit Kind gibt. Versucht dabei, Vorwürfe und Schuldzuweisungen zu unterlassen. Das bringt euch nicht weiter und verkompliziert die Situation sowie eure Beziehung nur unnötig.

Wichtig: Respektiere es, wenn sich Deine Partnerin dafür entscheidet das Baby auf die Welt zu bringen auch wenn Du dagegen bist. Es ist ihr Körper, in dem ein neues Leben heranwächst.

Bildquelle: PDPics / pixabay.com

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