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Warum Schwangere so empfindlich sind

Schwanger Empfindlich

Es scheint, als hätte Deine Partnerin von heute auf morgen eine schizophrene Persönlichkeitsstörung entwickelt: An einem Tag hängt der Himmel voller Geigen, am nächsten geht die Welt unter und eine unbedachte Bemerkung von Dir reicht aus, um eine nicht enden wollenden Tränenflut auszulösen.

Schwangere sind manchmal unberechenbar und vor allem extrem sensibel. Kein Wunder, dass Du Dir als werdender Vater gerade in den ersten Wochen der Schwangerschaft jeden Satz zweimal überlegst. Aber keine Sorge: Du hast wahrscheinlich gar nichts falsch gemacht, wenn der Haussegen mal wieder schief hängt. Schuld an den extremen Stimmungsschwankungen bei Deiner Partnerin sind die Schwangerschaftshormone, die nicht nur ihren Körper, sondern auch ihre Psyche ziemlich durcheinanderbringen. Und ja: Es ist kein Gerücht, dass es vielen Frauen die ein Kind erwarten mitten in der Nacht nach sauren Gurken, exotischen Süssspeisen oder einem Kilo Eiscreme gelüstet.

Im ersten Trimester sind Schwanger besonders sensibel

In den ersten zwölf Wochen der Schwangerschaft leiden Frauen - und damit auch ihre Partner - unter besonders starken Stimmungsschwankungen. Die Ursache: Der weibliche Körper produziert in dieser ersten Phase der Schwangerschaft Hormone wie Östrogen und Progesteron in besonders hoher Dosis. Diese Hormone sind übrigens auch der Übeltäter, wenn es um die berühmt-berüchtigte Morgenübelkeit geht. Es sind aber nicht nur die Hormone allein, die schwangere Frauen sensibel und aus Männersicht "schwierig" werden lässt: Wenn ein neues Leben in Deiner Partnerin heranwächst, so bedeutet das, dass sich ihr Leben in kurzer Zeit komplett ändern wird. Sie spürt sich und kurze Zeit später auch euer Kind besonders intensiv.

Eines solltest Du bedenken: Selbst wenn ihr euch viele Gedanken um die Familienplanung gemacht und die Schwangerschaft lange geplant habt, so muss Deine Partnerin erst mit den Gefühlen umgehen lernen, welche sie überfallen, wenn sich der Babywunsch endlich erfüllt. Denn neben überschwänglicher Freude sind es häufig auch Ängste und Zweifel, mit denen sich schwangere Frauen auseinandersetzen müssen: Wird mein Kind gesund zur Welt kommen? Werde ich eine gute Mutter sein? Kann ich meinem Baby alles bieten was es braucht?
Etwa 10 Prozent der Schwangeren leiden an einer ernsthaften Depression, die mittelschwer bis schwer ausgeprägt sein kann. In diesem Fall sollte sich Deine Partnerin therapeutische Hilfe suchen.

Als werdender Vater Empathie und Verständnis zeigen

Es hat wenig Sinn, wenn Du Deiner Partnerin Vorhaltungen machst wegen ihrer Stimmungsschwankungen. Wenn Du an ihrer Stelle wärst, würde es Dir vermutlich ähnlich gehen. Versuche stattdessen, ihr Selbstbewusstsein zu stärken und für Ablenkung zu sorgen, wenn sich plötzlich dunkle Gewitterwolken am Stimmungshorizont ankündigen. Verwöhne sie, indem Du ihr beispielweise eine Mahlzeit kochst, auf die sie in ihrem Zustand besonders grossen Hunger hat. Nimm ihre Ängste ernst und zeige ihr, dass Du nach wie vor die Frau in ihr siehst, in die Du Dich verliebt hast. Viele Schwangere haben Probleme zu akzeptieren, dass sich ihr Körper verändert. Sie werden von Komplexen und Verlustängsten geplagt, daher solltest Du der Mutter Deines Kindes vermitteln, dass Du sie nach wie vor attraktiv findest.

Tipp: Auch zukünftige Eltern sollten eine erfüllte Beziehung führen

Während der Schwangerschaft drehen sich fast alle Gespräche zwischen Mann und Frau um Wehen, Kinderzimmermöbel, Umstandsmode und Ultraschallbilder. Das ist ganz natürlich. Dennoch solltest Du auch weiterhin gemeinsam mit Deiner Partnerin lieb gewonnene Rituale pflegen, die nichts mit Babys und Schwangerschaft zu tun haben. Das hält die Beziehung lebendig und sorgt für Abwechslung.

Bildquelle: ekseaborn0 / pixabay.com

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