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Erst heiraten, dann Kinder?

Heirat Kinder

"Ihr habt Kinder, seid aber nicht verheiratet? Ist es für die Kleinen nicht seltsam, wenn ihre Eltern unterschiedliche Familiennamen haben?"

Eigentlich sollte heute niemand mehr ein Problem damit haben, wenn Paare ohne Trauschein Kinder bekommen. In der Realität sieht das manchmal anders aus, weil verheiratete Eltern nicht nur steuerliche Vorteile geniessen, sondern in einigen Gesellschaftsschichten auch als besser für Erziehungsaufgaben geeignet angesehen werden. Wer heiratet meint es schliesslich ernst miteinander und hat eine solide Basis für die Familiengründung. Und ist es nicht auch so, dass eine Bindung zwischen zwei Menschen durch eine Heirat fester und inniger wird? Davon profitieren Kinder schliesslich auch. Andererseits: Was spricht dagegen, wenn Kinder die Hochzeit ihrer Eltern bewusst miterlebt und aktiv mitgestalten können? Wenn Du Vater werden möchtest, können diese Überlegungen durchaus eine Rolle spielen.

Trennungen sind schmerzhaft für Kinder - unabhängig vom Familienstand ihrer Eltern

Eine Ehe wird heute aus ganz unterschiedlichen Motiven geschlossen - der häufigste Grund ist aber immer noch, dass zwei Menschen ihre Liebe zueinander bekennen. Eine ungeplante Schwangerschaft ist hingegen nur noch in seltenen Fällen der Grund für eine Eheschliessung. Viele werdende Mütter und Väter fühlen sich jedoch verantwortlich, wenn ein Kind unterwegs und glauben, diesem einen besseren Start ins Leben bieten zu können, wenn seine Eltern sich zu ihm und zueinander bekennen. "Wilde Ehen" werden in der Schweiz jedoch immer häufiger, denn eines dürfte klar sein: Eine Heirat bedeutet nicht, dass eine Partnerschaft harmonischer verläuft oder dass zwei Menschen dadurch bessere Eltern werden.

Ehen scheitern genauso häufig wie Partnerschaften ohne Trauschein. Für Kinder, deren Eltern sich trennen, hat es ohnehin keine Bedeutung, ob diese zuvor verheiratet waren. Sie leiden unter der Situation, entwickeln Verlustängste und verstehen nicht, warum Mama und Papa sich nicht mehr lieb haben und künftig getrennt voneinander leben möchten. Ausserdem: Die Entscheidung, eine Ehe einzugehen, kann rückgängig gemacht werden. Kinder hingegen begleiten Dich als Vater Dein ganzes Leben lang - wenn Du Dich einmal entschliesst, diese Verantwortung anzunehmen, so kannst Du Dich dieser nicht mehr entziehen.

Offene Gespräche über die Bedeutung einer Ehe sind wichtig

Wichtig ist, dass Du mit Deiner Partnerin darüber sprichst, ob euch eine Heirat wichtig ist oder nicht. Sinnvollerweise klärst Du diese Frage spätestens dann, wenn ein Kinderwunsch besteht und möglichst noch bevor ihr die Familienplanung in die Tat umsetzt. Egal wie ihr euch entscheidet: Lass Dir auf keinen Fall ein schlechtes Gewissen einreden. Es macht keinen Sinn zu heiraten, nur weil Freunde oder die Schwiegereltern in spe dies gerne sehen würden. Was den Familienalltag angeht, so musst Du Dich als Vater jedoch daran gewöhnen, dass es möglicherweise zu Irritationen kommt, wenn Dein Kind den Nachnamen Deiner Partnerin trägst. Am besten klärst Du Erzieherinnen und Lehrer direkt darüber auf, dass Du und Deine Partnerin nicht verheiratet seid. So gibt es später keine Verwirrungen und Du vermittelst Deinem Nachwuchs nicht das Gefühl, dass es einer Rechtfertigung bedarf, wenn Eltern nicht verheiratet sind.

Tipp: Eine Familienhochzeit kann für alle Beteiligten ein besonderes Erlebnis sein

Aufgeschoben ist nicht aufgehoben: Es spricht nichts dagegen, eine Hochzeit erst dann zu planen, wenn der Nachwuchs dieses Ereignis bewusst miterleben kann. So kannst Du Deine Kinder in die Zeremonie mit einbeziehen und ihnen zeigen, wie wichtig Dir eure Familie ist.

Bildquelle: krvvitaliy / pixabay.com

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