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Konfliktpotenzial Erziehung

Konflikt Erziehung

Es gibt zahlreichen Broschüren und Lektüren zur Thematik der richtigen Kindererziehung. Doch was aber ist die richtige Kindererziehung und wer legt deren Grundlagen eigentlich fest? Gibt es die richtige Art, seine Kinder zu erziehen? Sollte sich jeder Mensch frei entfalten können oder ist die strenge Kindererziehung immer die beste Variante?

Die richtige Kindererziehung ist ein Thema, über das sich die Gemüter erhitzen und das nicht selten auch den Eltern Anlass für so manche Streitigkeit bietet. Daher stellt sich natürlich die Frage, was eine gute Erziehung auszeichnet oder wie man diese praktizieren soll. Unsere moderne Welt erfordert einen anderen Erziehungsstil als die ältere Generation hatte. Dies führt natürlich wiederum zu erheblichen Generationenkonflikten in der Erziehung innerhalb der Familie und des Umfeldes. Das Unverständnis und Missverständnisse können teilweise auch zu einem Bruch der Familie führen.

Die Erziehungskonflikte werden bei den Müttern wesentlich umfangreicher angesehen als bei den Vätern. Dabei spielt das Alter der Partner und die Länge der Partnerschaft eine wesentliche Rolle. Hingegen beschäftigen dieselben Problematiken in der Erziehung beide Elternteile gleichermassen.

So sind es Probleme wie

  • Eltern wegen der Kinder kaum Zeit für sich allein haben
  • ein Elternteil eher nachsichtig ist, das andere eher streng
  • Unterschiede im Verhalten zwischen Vater und Mutter sind sehr bedeutend und im Gegensatz eher unbedeutend die Probleme
  • sich gegenseitig in den Rücken zu fallen
  • Bevorzugung eines Kindes vor einem anderen durch ein Elternteil
  • Meinungsverschiedenheiten darüber, wer die Kinder bestrafen sollte

Die häufigsten Problembereiche deiner Partnerin sind auch gleichzeitig die stärkste Belastung eurer Partnerschaft.

Problembereiche in der Erziehung

  1. Eltern haben wegen der Kinder kaum Zeit für sich allein
  2. Ein Elternteil ist nachsichtig, das andere eher streng
  3. Unterschiede im Verhalten zwischen Vater und Mutter
  4. Streit in Gegenwart der Kinder
  5. Mangel an Austausch der Partner über andere Dinge
  6. Die Kinder benehmen sich bei einem Elternteil „schlimmer“ als beim anderen
  7. Meinungsverschiedenheiten über die Art der Bestrafung der Kinder
  8. Meinungsverschiedenheiten darüber, was ungezogenes Verhalten ist
  9. Meinungsverschiedenheiten darüber, wie das Pensum der Kinderbetreuung aufgeteilt wird
  10. Meinungsverschiedenheiten über Regeln im Haus (z. B. über die Schlafenszeit oder darüber, wo gespielt werden darf)
  11. Mangel an Austausch der Partner über die Kindererziehung
  12. Unfähigkeit, die Unstimmigkeiten bezüglich der Kindererziehung zu lösen
  13. Diskussionen über die Erziehung der Kinder enden häufig im Streit
  14. Sich gegenseitig in den Rücken fallen
  15. Bevorzugung eines Kindes vor einem anderen durch ein Elternteil
  16. Meinungsverschiedenheiten darüber, wer die Kinder bestrafen sollte

Dafür gibt es bei den soziodemografischen Variablen wie Geschlecht, Alter und Anzahl der Kinder sowie Bildungsabschluss und Arbeitszeit der Mütter und dem Haushalts-Nettoeinkommen der Familie keine weiteren Problembereiche für mögliche Erziehungskonflikte.

Verhalten des Kindes

Kinder, welche in einer Familie mit erheblichen Erziehungskonflikten aufwachsen, zeigen mehr Verhaltensauffälligkeiten. So zeigen Konflikte auf Familienebene, die das allgemeine Klima hinsichtlich Ärger und Feindseligkeit betreffen, eine stärkere Verbindung zu kindlichen Verhaltensproblemen, als Konflikte zwischen den Partnern, in die die Kinder weniger einbezogen werden. Zudem bieten Probleme in der Kommunikation zu Themen der Kindererziehung, wie Diskrepanzen über Konsequenzen bei Problemverhalten, sowie die Zeit, in der ein Elternteil in der Elternrolle verbringt, und elterliche Verantwortung eine bedeutsame Konfliktquelle.

So beeinflussen heute Themen die Kindererziehung, welche vielleicht in einer anderen Zeit noch keine Rolle spielten. Immer mehr Frauen übernehmen die Kindererziehung und sehen sich oftmals alleine in der Rolle als Mutter, Vaterersatz und Versorger. Daher sind heutzutage die Kindererziehungsregeln anders strukturiert als früher. Zu den grundsätzlichen Erziehungsproblematiken kommen zusätzliche noch die Prägung durch äussere Einflüsse wie Gewalt und Lügen im nahen Umfeld des Kindes. Auch die Religion spielt in der Kindererziehung möglicherweise eine bedeutende Rolle und lässt unterschiedliche Erziehungsstile zu.

Die persönliche Einstellung entscheidet den Erziehungsstil

Für welchen Erziehungsstil du und deine Partnerin sich schlussendlich entscheiden, ist eine persönliche Frage, die immer in Hinblick auf das Wohl des Kindes entschieden werden sollte. Als verantwortungsvoller Elternteil solltest auch du immer wieder auf das „Bauchgefühl“ hören. Dieses kann mitunter eine bessere Grundlage sein als die zahlreichen Bücher, Ratgeber und Ratschläge die du sicher schon beschafft hast.

Bildquelle: hince / pixabay.com

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