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Der Vater und sein Smartphone

Vater Smartphone

"Papa, hast Du mir eigentlich zugehört?"
Wenn Du als Vater diesen Satz häufiger von Deinem Kind hörst, dann aber keine Ahnung hast wovon zuvor die Rede war, gehörst Du möglicherweise zu den Vätern die eine zu innige Beziehung zu ihrem Smartphone pflegen. Deine Familie reagiert verständlicherweise irritiert, wenn Du Dein Handy kaum noch aus der Hand legst aus Angst, eine Nachricht von Deinen Freunden zu verpassen. Gleiches gilt natürlich, für Papas, die auch nach Feierabend und am Wochenende glauben für ihren Chef erreichbar sein zu müssen. Das Problem: Eine Fixierung auf technische Gegenstände wie Dein Smartphone kann schnell zu einer Abhängigkeit werden. Spätestens dann, wenn es Dir schon schwer fällt Dein Handy während eines Spaziergang mit Deiner Familie bewusst zu Hause zu lassen, solltest Du Deine "Beziehung" zu Deinem Mobiltelefon hinterfragen.

Zwischen praktischem Nutzen und gefährlichem Suchtpotenzial

Ein Smartphone ist eine praktische Erfindung, keine Frage. Gleichzeitig ist die Faszination, die das handliche Gerät mit Internetzugang auf viele Menschen ausübt, nicht ungefährlich. Vielleicht fragst Du Dich auch, wie Du früher ohne Dein Handy auskommen konntest. Fakt ist: Die Generation Deiner Eltern war sicherlich nicht unglücklicher, nur weil die typische Wischbewegung nicht zu den Gesten gehörte, die den Menschen unter 40 heute in Fleisch und Blut übergegangen ist. Es mussten verbindliche Verabredungen getroffen werden, schliesslich konnte man diese nicht kurzfristig koordinieren wenn man bereits unterwegs war.

Eine Moralpredigt ist an dieser Stelle nicht vorgesehen, keine Sorge. Da Du aber selber Vater bist und im Alltag ein wichtiges Vorbild für Dein Kind, schadet es nicht das eigene Handeln hin und wieder zu hinterfragen. Deine Familie verdient Deine volle Aufmerksamkeit, denn Du möchtest umgekehrt schliesslich auch wahrgenommen werden, wenn Du etwas zu sagen hast.

Als Vater stehst Du immer unter Beobachtung

Dein Kind beobachtet Dich genau, denn Du nimmst als Vater einen wichtigen Platz in seinem Leben ein. Gerade jüngere Kinder orientieren sich in ihrem Verhalten an ihren Eltern. Daher ist es nicht verwunderlich, wenn heute bereits Zweijährige wie selbstverständlich in der Lage sind, ein Smartphone oder ein Tablet zu bedienen. Dieses technische Know-How brauchen sie heute in einer Welt, in der sich jedes zweite Gerät über eine Touchscreen bedienen lässt. Aber: Gerade ein Kleinkind muss erst lernen sich und seine Bewegungen zu kontrollieren. Es sollte sich mit seiner realen Umwelt beschäftigen, Gegenstände anfassen und diese untersuchen. Fehlen diese Lernerfahrungen, kann sich das negativ aus seine motorische und seine kognitive Entwicklung auswirken.

Und für Teenager gilt: Sie müssen ebenfalls davor geschützt werden die reale Welt um sie herum aus dem Blick zu verlieren, weil sie sich häufig gerne in virtuelle Räume verirren. Ein Smartphone ist bei all seinen Vorzügen immer noch ein Gebrauchsgegenstand und kein Ersatz für soziale Beziehungen und Kontakte.

Tipp: Hinterfrage Dein Nutzungsverhalten

Als Vater bleibt Dein Handeln innerhalb der Familie meist nicht folgenlos, weil Dein Kind sich in jeder Beziehung an Dir orientiert. Manchmal merken wir es gar nicht mehr, wenn wir uns in Anwesenheit anderer unserem Smartphone zuwenden und plötzlich gar nicht mehr aufnahmefähig sind für das, was um uns herum passiert.

Dabei reicht es schon, wenn Du Dich hin und wieder bewusst dafür entscheidest, Dein Handy einfach auszuschalten oder zu Hause zu lassen. Das kann befreiend wirken - und mal ehrlich: Niemand möchte das Gefühl haben, abhängig von einem kleinen Mini-Computer mit Telefonfunktion zu sein.

Bildquelle: Peter Freitag / pixelio.de

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