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Der Vater als Hausmann

Vater als Hausmann

"Papa geht arbeiten und Mama bleibt zu Hause" - Dein Kind hat die klassische Rollenverteilung meist schon verinnerlicht bevor es in die Schule kommt. Dabei muss es heute nicht zwangsläufig so sein, dass Du als Vater der Ernährer der Familie bist während Deine Partnerin für den Haushalt zuständig ist. Viele Väter legen jetzt viel Wert darauf von Geburt an eine intensive Beziehung zu ihrem Kind aufzubauen und entscheiden sich bewusst für ihre Rolle als Hausmann. Warum auch nicht, wenn die Partnerin einen höheren Verdienst hat und ihren Job nicht aufgeben möchte. Spöttische Kommentare müssen sich Väter, die sich so entscheiden, dennoch anhören und sollten sich ein dickes Fell anschaffen. Dabei solltest Du Dich nicht rechtfertigen müssen, wenn Deine Familie für Dich oberste Priorität hat.

Der Vater als Hausmann - moderne Rollenverteilung innerhalb der Familie

Die klassische Rollenverteilung innerhalb der Familie wird heute immer mehr infrage gestellt. Das liegt zum einen daran, dass Frauen jetzt nicht mehr allein damit zufrieden sind für Haushalt und Kind zu sorgen. Häufig haben sie selbst Karriere gemacht und möchten ihren Job nicht für ein Leben als Hausfrau opfern. Aber auch Du als Mann hast wahrscheinlich ein anderes Verständnis von Deiner Rolle als Vater als die Generation vor Dir. Du möchtest Dein Kind aufwachsen sehen und an seinem Leben teilhaben.

Dir reicht es nicht, nur abends vor dem Schlafengehen eine Stunde mit Deinem Sohn oder Deiner Tochter zu verbringen, wenn Du müde von der Arbeit kommst. Kinder haben heute häufig eine engere Beziehung zu ihren Vätern und profitieren davon. Die Aufgaben innerhalb der Familie werden zudem gerechter aufgeteilt, so dass Dein Kind keine veralteten Rollenklischees verinnerlicht und es später leichter hat, seinen Weg zu finden.

Die Meinung anderer sollte Dir egal sein

Wenn Du mit dem Gedanken spielst nach der Geburt Deines Kindes Hausmann zu werden und Dich um Deine Familie zu kümmern, so solltest Du diese Entscheidung ausführlich mit Deiner Partnerin besprechen. Stelle Dir Die Frage, ob Du damit umgehen kannst, dass die Mutter Deines Kindes Karriere macht während Du wäschst, kochst und einkaufen gehst. Dazu musst Du Dich von dem antiquierten Anspruch frei machen der Mann müsse immer der Ernährer für seine Familie sein.

Gerade andere Männer werden vermutlich häufig negativ reagieren, wenn sie von Deinem Vorhaben hören. Du solltest Dir Deiner Sache daher sehr sicher sein und zu Deiner Entscheidung stehen, ohne Dich zu rechtfertigen. Dein Umfeld wird sich früher oder später damit abfinden, dass Deine Prioritäten sich verändert haben. Wichtig: Suche das persönliche Gespräch mit Deinem Chef, sobald Du eine Entscheidung getroffen hast. So können Gerüchte gar nicht erst entstehen und Du schaffst klare Verhältnisse.

Tipp: Es gibt auch Kompromisslösungen

Die Entscheidung für eine Zukunft als Hausmann ist nicht in Stein gemeisselt. Es spricht nichts dagegen, wenn Du erst einmal für einen überschaubaren Zeitraum die Verantwortung für Haushalt und Familie übernimmst und später wieder in den Job einsteigst, wenn Deine Kinder älter sind. Alternativ besteht in Deinem Unternehmen vielleicht auch die Möglichkeit, tageweise von zu Hause aus zu arbeiten. So kannst du die Beziehung zu Deinem Kind stärken, verlierst aber beruflich nicht den Anschluss.

Bildquelle: simmbarb / freeimages.com

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