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Haustier ja oder nein? Verantwortung lernen

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"Ach sind sie niedlich..." Überlegungen zum Thema Haustier beginnen meist, wenn Nachbars Katze Junge bekommen hat oder ein Hundewelpe in Spielplatznähe über den Rasen tollt. Während viele Erwachsene dann genervt die Augen verdrehen, kann sich der Nachwuchs kaum noch vom tierischen Spielgefährten in spe losreissen.

Papa, bitte, ich kümmere mich auch um den Hund

Am Anfang sind sich Kinder immer sicher, dass sie sich hingebungsvoll um das eigene Haustier kümmern werden. Doch die Realität sieht meist nach wenigen Wochen anders aus. Das Katzenklo quillt über und der Hund muss dann doch von Papa Gassi geführt werden. Deshalb ist es wichtig, vor der Anschaffung eines Tieres mit dem Kind über Verantwortung zu sprechen. Ausserdem solltest du beachten, welche Haustiere für welches Alter in Frage kommen. Kleiner Tipp: Dein Kind sollte mindestens in der Lage sein, eine eigene Zimmerpflanze zu pflegen, bevor ein Tier ins Haus kommt.

Welches Tier für welches Alter?

Ein Kindergartenkind kann mit einem Hamster oder einem Zwergkaninchen üben, ein Lebewesen zu versorgen. Nager sind recht pflegeleicht. Sie brauchen täglich Futter und Wasser und einmal bis zweimal in der Woche eine gründliche Stallreinigung. Kinder schaffen das aber vor dem sechsten Lebensjahr nur mit Unterstützung von Erwachsenen. Erst, wenn dein Kind zwischen sechs und zehn Jahren alt ist, kann eine Katze angeschafft werden. Mit der Anschaffung eines Hundes solltest du so lange warten, bis das Kind in der Lage ist, auch an dunklen Abenden allein Gassi zu gehen und morgens vor der Schule für den Vierbeiner rechtzeitig das Bett zu verlassen.

Familientier oder persönlicher Freund?

Bleibe bei der Frage nach einem Haustier realistisch. In der Praxis ist es dein Tier. Indirekt wirst du es versorgen. Das beginnt schon damit, dass du aufpasst, ob dein Kind das Tier nicht vernachlässigt. Ein Haustier ist eine tolle Übung in Verantwortung und Pflichtbewusstsein. Wenn du deinem Kind diese Übung gönnen kannst, ist das prima. Weise das Kind darauf hin, dass ein Tier bindet. Discobesuche mit anschliessendem Ausschlafen bis mittags sind für einen Teenager mit Hund definitiv nicht möglich. Am Wochenende bei Freunden übernachten wird schwierig, wenn ein Tier versorgt werden soll. Deshalb solltest du darüber nachdenken, ein Familientier anzuschaffen und die Aufgaben auf mehrere Schultern zu verteilen.

Ein Tier bleibt für viele Jahre in der Familie

Ein Haustier ist kein Spielzeug. Die Lebenserwartung von Tieren ist nicht zu unterschätzen. Wenn ihr euch einig seid, dann überlegt auch, ob die Versorgung vielleicht ein Vater-Kind-Hobby sein kann. Sucht das Tier gemeinsam aus und beginnt vor der Anschaffung damit, euch gründlich zu informieren. Macht euch Gedanken über Urlaube und Kosten von Tierarzt und Co. Viele Tierheime bieten an, ein Tier zu pflegen und so den Umgang zu üben. Nutze diese Möglichkeit mit deinem Kind, bevor ihr euch auf ein Haustier festlegt.

Bildquelle: andrewicus / pixabay.com

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