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Hauptrolle: Vater sein

Vater Hauptrolle

Es ist inzwischen glücklicherweise fast jedem bekannt, dass sich das väterliche Engagement positiv auf die Erziehungserfolge der Kinder auswirkt. Es verbessert dabei nicht nur die numerischen und verbalen Fertigkeiten, sondern auch die Fähigkeit Probleme zu lösen und die Leistungen in der Schule. Auch das Einfühlungsvermögen der Kinder wird durch die aktive Teilnahme des Vaters am Leben seiner Kinder besser entwickelt. So ist bei vaterlos aufgewachsenen Kindern die Wahrscheinlichkeit straffällig zu werden weitaus höher.

Das väterliche Engagement ist wichtig

Was hast du als Vater zu bieten, dass dein Kind zu einer guten Entwicklung verhilft? Ein wesentlicher Grund ist, dass Mütter und Väter völlig verschieden sind. In der Grundeinstellung zum Kind sind beide Elternteile nahezu identisch, da Beide nur das Beste für ihr Kind wünschen, dabei sie packen aber viele Dinge auf unterschiedliche Weise an. Schon bei der Erziehung des Nachwuchses haben Mütter und Väter unterschiedliche Methoden, um an die Aufgabe heranzugehen.

Bereits unmittelbar nach der Geburt kommuniziert deine Partnerin eher verbal mit eurem Säugling, wohingegen du dein väterliche Kontakt mehrheitlich auf die blosse Präsenz beschränkst. Mütter neigen dazu, ihre Kinder zur Vorsicht anzuhalten, wobei die Väter das Streben nach Leistung und Unabhängigkeit vermitteln. Kinder sehen ihre Mütter eher als Ernährerinnen und Trösterinnen und erleben den Vater mehr als Kontrollinstanz. Erst wenn sich beide Elternteile ergänzen und Mutter und Vater jeweils ihren Teil zur Erziehung beisteuern, verfügt das Kind über die nötigen Erfahrungen für das Erwachsensein.

Spielerisch das Verhalten trainieren

Ein weiterer Grund der Hilfe in der Erziehung des Vaters ist besonders gut bei Jungen zu sehen. Durch die Auseinandersetzung und die Beobachtung eines männlichen Wesens im Haushalt, das sich selber konsequent und regelmässig unter Kontrolle hält, lernt das Kind, die eigenen aggressiven Impulse zu zügeln. Eine Möglichkeit der Auseinandersetzung zwischen Vater und Kind ist das Raufen an der Grenze zwischen Spass und Ernst. Bei diesem spielerischen Raufen lernt das Kind, kein aggressives Verhalten sondern den Selbststeuerungsmechanismus. Die Definition der Selbststeuerung ist das Einhalten gesetzter Grenzen. Zudem lernt das Kind auch, subtile emotionale Signale wahrzunehmen. Diese Raufspiele mit dem Vater sind für die Herausbildung der Selbststeuerung und die gesunde Entwicklung eines Kindes entscheidend.

Die sexuelle Identität

Väter spielen für die sexuelle Identität von Kindern und ihr geschlechtliches Empfinden eine besondere Rolle. Jungen bekommen durch die Beobachtung ihres Vaters ein Gefühl für ihr Geschlecht. Mädchen entwickeln hingegen durch die Beziehung zu ihrem Vater ein entspanntes Verhältnis zu ihrer Weiblichkeit. Ein Mädchen bekommt zwar von der Mutter die spezifische Erwartung an ihre Geschlechterrolle vermittelt, doch ist der Grad, in dem es sich in seiner eigenen Weiblichkeit wohlfühlt von der engen, liebevollen und bereichernden Beziehung zum Vater abhängig.

Einstieg in das Erwachsensein

Väter erleichtern ihren Kindern den Übergang von der Kindheit zum Erwachsensein. Väter spielen dabei besonders für die Söhne eine entscheidende Rolle. Das Sozialverhalten von Männern im Erwachsenenalter ist auf die Ab- oder Anwesenheit des Vaters zurück zu führen. Der Vater vermittelt dem Sohn die Welt der Männer und Väter üben den Umgang mit dem weiblichen Geschlecht.

Durch die Beziehung von Vater und Mutter zeigt sich auch, dass harmonische Ehen gut geratene Kinder hervorbringen. Dies hat auch den Grund, dass glücklich verheiratete Paare in der Lage sind, die Kinder als ebenbürtige Familienmitglieder anzusehen. Ebenbürtigkeit darf dabei jedoch nicht als Gleichheitverstanden  werden.

Eltern haben unterschiedliche Herangehensweisen und sollen diese Unterschiede auch würdigen und respektieren. So muss die Mutter dem Vater auch die Vaterrolle lassen und umgekehrt. Ihre Aufgabe erfüllen sie auf unterschiedliche Weise, aber schlussendlich ist die Ergänzung von beiden Elternteilen zu einem grossen Ganzen die wichtigste Voraussetzung.

Nicht nur Geldverdiener

Die Abwesenheit der Väter schadet dem Wohl des Kindes in hohem Masse. Um ein engagierteres Vatersein zu fördern, kann etwas getan werden. Die Männer müssen nachhaltiger über die entscheidende Rolle als Vater aufklären und deutlich machen, dass ihr Wert als Vater nicht in der Rolle des Geldverdieners besteht. Väter sind Ernährer, Zuchtmeister, Lehrer, Vorbilder, moralische Instanz und Trainer. Das alles brauchen die Kinder von ihren Vätern und dies ist viel mehr als das Geld. Väter sind für Kinder einfach unersetzlich.

Es müssen mehr Anstrengungen unternommen werden, um Männern zu zeigen, dass die wichtigste Aufgabe für jeden von uns auf dieser Welt darin besteht, ein guter und liebevoller Ehemann und ein guter und liebevoller Vater zu sein, sofern er sich für diesen Weg entschieden hat. So werden sich weniger Kinder mit Vätern „zweiter Wahl“ begnügen müssen.

Bildquelle: PublicDomainPictures / pixabay.com

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