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Erwarte viel von deinem Kind

Erwartung Kind

In der heutigen Zeit ist die physische Belastung der Eltern wesentlich geringer als noch vor einigen Jahren. Die Erleichterungen haben dabei nicht nur direkt mit der Pflege des Kindes zu tun, sondern auch mit der Verbesserung der allgemeinen Lebensqualität durch die Errungenschaften aus der Wirtschaft und dem wachsenden Wohlstand. Doch psychologisch gesehen leben Eltern heute in einer der schwierigsten Phasen der Familienentwicklung. Die klassische Rollenverteilung von Mutter und Vater besteht in den meisten Familien nicht mehr, die neuen Positionen sind oft noch nicht gefunden, alte Charakterbilder von Mann und Frau konkurrieren mit den neuen Hausmännern, Frauenverstehern und Emanzen. Auch in diesem emotionalen Chaos, solltest du als Vater versuchen, das Beste für dein Kind zu tun und die Kindererziehung so optimal wie möglich zu gestalten.

Hohe Erwartungen an dein Kind

Diese Grundeinstellung sollten du deinem Kind deutlich zu verstehen geben. Nichts gibt einem Kind mehr Kraft, als ein Vater, der ihm Grosses zutraut. Drohe nicht damit, deinen Glauben und Erwartungen an dein Kind zu reduzieren, wenn es die erwarteten Leistungen nicht erreicht. Mache deinem Kind durch die Erziehung deutlich, dass du durch die hohen Erwartungen genug Geduld haben und selbst schlechte Noten oder ein Durchfallen in der Schule nicht davon abbringen kann, fest an den Kern deines Kindes zu glauben.

Sie müssen das Problem sein

Nach schwarzen Schafen und Schuldigen in deiner Familie zu suchen, ist für dich sehr einfach; eine Lösung für bestehende Probleme bringt dies aber nie. Im Gegenteil: Es ist für die ganze Familienentwicklung von Vorteil, wenn das angebliche schwarze Schaf geliebt und akzeptiert wird und dies auch gezeigt wird. Suche besser nach deinem eigenen Anteil an den Problemen der Familie und stehe offen und aufrecht dazu. Sei ein gutes Vorbild für die Familie und arbeite an dich selbst, ohne dies von den anderen Familienmitgliedern einzufordern.

Kennst du das Leben deines Kindes?

Kennst du dein Kind eigentlich? Was ist sein Lieblingsspielzeug? Wer sind die besten Freunde? Was ist sein Traumberuf? Welche Wunschträume hat es? In deiner Kindererziehung sollten du unbedingt genügend Platz finden, dein Kind zu befragen und es zu erforschen. Damit zeigst du deinem Kind, dass es dir sehr wichtig ist. Frage aber nicht nach, wenn es dir keine Antwort auf die gestellten Fragen gibt und lasse ihm seine Geheimnisse.

Sage auch Nein

Setze nicht aus pädagogischen Gründen, sondern aus Liebe feste Grenzen. Dein Kind hat ein Recht darauf, nicht alles haben und dürfen zu müssen oder zu können. Stelle deinem Kind eindeutige Forderungen und vermittle eine klare Belohnung. Halte dich unbedingt an deiner Zusagen und - wenn du es für sinnvoll ansiehst - gebe im Zweifelsfall ein kleines bisschen mehr als erwartet.

Keine Gewalt

Niemals solltest du in der Erziehung eines Kindes Gewalt anwenden. Du kannst die psychischen Schäden bei deinem Kind nicht wieder gut machen und mit jedem Schlag und jedem Wutausbruch senken du das Selbstvertrauen deines Kindes. Gewalt schürt Gegengewalt, was für eine erfolgreiche Kindererziehung nicht hilfreich ist. Falls du selbst in deiner Erziehung ein Opfer warst, solltest du dir ehrliche Gedanken darüber machen, was diese Erziehungsmethode bei dir selbst bewirkt hat.

Behandle deine Partnerin gut

Kinder lernen von Ihren Eltern wie Sie den Partner später in Ihrer Beziehung behandeln. So solltest du nie vor deinem Kind streiten, sehr emotional diskutieren oder handgreiflich werden. Auch schon ein festes Halten wird als eine Gewalthandlung angesehen. Mache Freundlichkeit und Respekt gegenüber deiner Partnerin zu einer wichtigen Priorität. Dabei ist der Umgang das Massgebende, nicht wer Recht hat. Wenn du bemerkst, dass ein Gespräch ausser Kontrolle gerät, solltest du Spielregeln für einen Abbruch der Diskussion vereinbaren.

Handeln bringt mehr als 1.000 Worte

Wenn sich Kinder nicht kooperativ verhalten, drohen viele Eltern sehr oft Strafen an. Sollten Sie nur einmal ihre angekündigte Strafe nicht konsequent durchführen, lernen die Kinder sehr schnell, die Drohungen zu ignorieren. Sei deshalb sparsam mit deinen Versuchen, dein Kind mit Strafandrohung oder Konsequenzen einzuschüchtern. Setze bei der Erziehung deines Kindes lieber milde Strafen an, die du auch konsequent durchführen kannst.

Aktives Zuhören

Achte nicht nur auf das gesagte Wort deines Kindes, sondern höre auch auf den Sinn des Satzes. Auch bei scheinbar unsinnigen Streitereien kann der Grund massgeblich für die Entwicklung deines Kindes sein. Wenn dein Kind nicht die Kleider anziehen will, welche du bereit gelegt haben, kann es etwas über den Wunsch zu Selbstbestimmung deines Kindes aussagen. Gebe diesen tieferen Sinn an dein Kind zurück und suche gemeinsam die richtige Kleidung aus. So kann aus der kleinen, dummen Auseinandersetzung ein gutes väterliches Gespräch mit nachhaltiger Wirkung für die Kindererziehung werden.

Dein Kind ist grossartig

Auch wenn dein Kind im Moment ganz und gar nicht grossartig ist, so ist jetzt besonders wichtig ihm zu zeigen, dass du es trotzdem grossartig findest. Lobende Worte sind einfach zu finden, z. B. wenn es gute Noten nach Hause bringt oder ein erfolgreiches Ergebnis im Sport hat. Wenn dein Kind einmal nicht so gut ist und keine Erfolge feiert, hat dein Lob in diesen Momenten eine besonders positive Wirkung. Sag nicht einfach „Ich liebe dich trotzdem“, sondern teile deinem Kind ganz genau mit, was du toll findest und gerade jetzt an gefällt.

Bildquelle: PublicDomainPictures / pixabay.com

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