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Die Rolle als Stiefvater

Vaterrolle Stiefvater

"Du hast mir gar nichts zu sagen, Du bist nicht mein Vater."
In Patchwork-Familien fällt dieser Satz sehr oft. Gerade wenn Deine Partnerin Kinder im Primarschul- oder Teenageralter mit in eure Beziehung bringt, hast Du es als Stiefvater oft schwer akzeptiert zu werden. Es kommt zu Machtkämpfen zwischen Dir und Deinen Stiefkindern und möglicherweise fühlst Du Dich von Deiner Partnerin nicht ausreichend unterstützt. Gewissensbisse und verletzte Gefühle spielen in dieser Situation immer eine Rolle, andererseits wünschst Du Dir, Deine Position innerhalb der Familie stärken zu können. Noch komplizierter wird es meist, wenn auch Du ein Kind mit in die Beziehung bringst.

Es gibt jedoch Hoffnung: Die Zeit ist auf Deiner Seite, wenn Du bereit bist, geduldig und sensibel zu agieren.

Ein Stiefvater hat oft mit Ablehnung zu kämpfen

Deine Rolle als Stiefvater ist ganz sicher keine leichte und wahrscheinlich hast Du häufig das Gefühl, auf verlorenem Posten zu kämpfen. Je älter das Kinder oder die Kinder Deiner Partnerin sind, desto schwerer ist es für sie vermutlich, den neuen Mann im Leben ihrer Mutter zu akzeptieren. Sie wünschen sich eine intakte Familie, vermissen vielleicht ihren leiblichen Vater und sind möglicherweise eifersüchtig auf Dich und Deine Beziehung zu ihrer Mutter.

Du hingegen versuchst Dein Bestes, um ein gutes Verhältnis zu den Kindern Deiner Partnerin aufzubauen, erfährst aber nur Ablehnung. Alles was Du sagst und tust, wird negativ interpretiert, höfliche Bitten genauso ignoriert wie Drohungen oder gut gemeinte Vorschläge.
Doch besonders ärgert Dich in dieser prekären Lage, dass Deine Partnerin scheinbar immer zu ihrem Kind hält und Konflikten entweder aus dem Weg geht oder sich gegen Dich stellt. Da helfen meist auch keine logischen Argumente.

Alle Familienmitglieder müssen erst lernen, mit der neuen Situation umzugehen

Ohne Zweifel ist Deine Situation schwierig, doch in der Regel leiden alle Beteiligten in diesem Fall gleich stark. Die Trennung der Eltern ist für ein Kind immer schmerzhaft, wenn Du eigene Kinder hast, wird Du diese Erfahrung bereits gemacht haben. Der neue Partner der Mutter oder des Vaters wird von Kindern häufig als Bedrohung für die eigene Familie betrachtet. Sie brauchen Zeit um die Tatsache zu verkraften, dass ihr Familienleben nie mehr so sein wird wie früher und wollen auf keinen Fall einen fremden Mann als Vater akzeptieren. Mit ihrem rebellischen Verhalten erhoffen sie sich, die Aufmerksamkeit ihrer Mutter zu erhalten.

Du kannst aber davon ausgehen, dass Deine Stiefkinder nicht so abgebrüht sind, wie sie sich geben: In der Regel fühlen sie sich hilflos, einsam und unverstanden.

Zuneigung kann man nicht kaufen

Mit Strenge erreichst Du in in diesem Fall wenig. Auch von Bestechungsversuchen jeglicher Art solltest Du absehen: Achtung und Zuneigung lassen sich nicht kaufen. Versuche stattdessen, geduldig zu sein und Dich nicht provozieren zu lassen. Mit der Zeit werden Deine Stiefkinder akzeptieren, dass Du im Leben ihrer Mutter eine wichtige Rolle spielst. Bitte Deine Partnerin, so häufig wie möglich das Gespräch mit ihren Kindern zu suchen um Ihnen Deine Position näher zu bringen.

Tipp: Harmonie lässt sich nicht erzwingen

Versuche nicht um jeden Preis, ein harmonisches Familienleben zu erzwingen. Sinnvoller ist es, jedem Familienmitglied individuelle Freiräume zu schaffen. Gegen die Eifersucht Deiner Stiefkinder hilft es, wenn Du Dich häufig zurückziehst um ihnen die ungeteilte Aufmerksamkeit ihrer Mutter zu ermöglichen.

Bildquelle: Wilhelmine Wulff / pixelio.de

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